Sie möchten eine Weiterbildung buchen und den Abschluss später im Unternehmen oder bei einer Bewerbung verwenden. Dann interessiert Sie zu Recht, welchen Wert das Zertifikat hat.
Eine pauschale Anerkennungszusage beantwortet diese Frage nur unzureichend. Sehen Sie stattdessen auf den Aussteller, die geprüfte Leistung und den Verwendungszweck. Ein Arbeitgeber kann andere Anforderungen haben als ein Trainingsanbieter, bei dem Sie später weiterlernen möchten.
Kurz erklärt
Die Orientierung eines Kurses am ASQ Body of Knowledge bedeutet nicht, dass ASQ das Zertifikat ausstellt oder den Anbieter akkreditiert hat. Prüfen Sie den konkreten Abschluss und fragen Sie beim künftigen Arbeitgeber oder weiterführenden Anbieter nach, wenn ein bestimmter Nachweis verlangt wird.
Wer steht auf Ihrem Zertifikat?
Beginnen Sie mit einer einfachen Frage: Welche Organisation bestätigt meine Leistung? Das kann der Ausbildungsanbieter selbst, eine Hochschule oder eine externe Zertifizierungsstelle sein. Lassen Sie sich vorab sagen, welchen Abschluss Sie tatsächlich erhalten.
Die ASQ bietet eigene Green- und Black-Belt-Zertifizierungen mit eigenen Anforderungen und Prüfungen an.12 Das ist von einem Kurs eines anderen Anbieters zu unterscheiden, der sich inhaltlich an einem ASQ-Wissenskatalog orientiert. Die Verwendung ähnlicher Themen macht die Abschlüsse nicht identisch.
Was ein Body of Knowledge aussagt
Ein Body of Knowledge beschreibt Themen und Wissensanforderungen. Er kann helfen, Lehrpläne und Prüfungsvorbereitung zu strukturieren. Wenn ein Anbieter darauf verweist, ist die nächste Frage, welche Inhalte er in welcher Tiefe behandelt und wie er das Verständnis prüft.
Aus dem Bezug auf einen Wissenskatalog folgt allein keine Prüfung durch dessen Herausgeber. Auch die Akkreditierung eines Schulungsanbieters und die Zertifizierung einer Person sind unterschiedliche Vorgänge. IASSC erläutert diese Trennung ausdrücklich für sein System.3 Fragen Sie daher nach dem genauen Verfahren und nicht nur nach einem Logo auf der Angebotsseite.
Drei Aussagen. Drei unterschiedliche Nachweise.
Zum Beispiel die Orientierung an einem Body of Knowledge.
Ein Anbieter erfüllt Kriterien eines bestimmten Systems.
Ihr Abschluss nach den Regeln des jeweiligen Ausstellers.
Was wurde wirklich nachgewiesen?
Eine Teilnahmebestätigung dokumentiert zunächst, dass Sie an einer Veranstaltung teilgenommen haben. Eine bestandene Wissensprüfung belegt eine weitere Leistung. Ein bewertetes Projekt kann zusätzlich zeigen, wie Sie Methoden auf eine Fragestellung angewendet und Entscheidungen begründet haben.
Diese Unterschiede sollten sich im Abschluss nachvollziehen lassen. Erkundigen Sie sich, ob Projektarbeit verpflichtend ist, nach welchen Kriterien sie bewertet wird und ob Ihr eigener Anteil erkennbar sein muss. Ein langes Training ohne eigene Anwendung beantwortet andere Fragen als ein kürzerer Kurs mit nachvollziehbar bewerteter Projektarbeit.
Umgekehrt ist ein Projekt nicht bei jedem Zertifizierungssystem in derselben Weise vorgeschrieben. Schließen Sie von der Anforderung eines Anbieters deshalb nicht auf alle anderen. Maßgeblich ist jeweils die aktuelle Prüfungs- und Zertifizierungsregelung.
Wofür brauchen Sie den Abschluss?
Wenn Ihr Arbeitgeber eine bestimmte Qualifizierung verlangt, lassen Sie sich diese Anforderung vor dem Kauf konkret nennen. Geht es um einen bestimmten Aussteller? Um eine unabhängige Prüfung? Oder um nachweisbare Methodenkompetenz und ein abgeschlossenes Projekt?
Für eine Bewerbung hilft es, Ihre Leistung beschreiben zu können. Welche Fragestellung haben Sie bearbeitet? Welche Daten hatten Sie? Was haben Sie selbst analysiert und welche Grenze hatte die Untersuchung? Darüber können Sie fachlich sprechen, ohne mit einer allgemeinen Anerkennungsformel argumentieren zu müssen.
- Wer stellt das Zertifikat aus und wie lässt sich der Aussteller kontaktieren?
- Welche Prüfung und welcher Praxisnachweis gehören zum Abschluss?
- Ist eine bestimmte Gültigkeit oder Rezertifizierung vorgesehen?
- Akzeptiert der gewünschte Aufbauanbieter diesen Abschluss?
- Entspricht der Nachweis den Anforderungen Ihres Arbeitgebers?
Wie wir den Campus-Abschluss einordnen
Six Sigma Campus ist der Ausbildungsanbieter und stellt seinen eigenen Abschluss aus. Wir sagen damit keine ASQ-Zertifizierung, ASQ-Akkreditierung oder pauschale Anerkennung durch Arbeitgeber und andere Zertifizierungsstellen zu.
Für Green und Black Belt ist ein erfolgreich abgeschlossenes Zertifizierungsprojekt erforderlich. Sie bearbeiten es im eigenen Unternehmen oder im enthaltenen Workshop mit Begleitung unserer hauseigenen Experten. Dieser Anspruch an die Anwendung gehört zu unserem Ausbildungskonzept.
Wenn Sie ausdrücklich ein Zertifikat einer externen Organisation benötigen, prüfen Sie deren Voraussetzungen und Verfahren separat. Ein Campus-Abschluss ersetzt deren Zulassung und Prüfung nicht automatisch. Klären Sie diesen Punkt, bevor Sie sich für einen Lernweg entscheiden.
Ein aussagekräftiger Abschluss lässt sich erklären: Aussteller, geprüfte Kenntnisse und eigene Anwendung. Prüfen Sie diese Punkte vor der Buchung und gleichen Sie sie mit Ihrem Ziel ab.
Häufige Fragen
Ist „nach ASQ Body of Knowledge“ dasselbe wie „ASQ-zertifiziert“?
Nein. Die erste Aussage beschreibt einen inhaltlichen Bezug. Für eine ASQ-Zertifizierung gelten die eigenen Anforderungen und Prüfungsverfahren der ASQ.
Wird ein Anbieterzertifikat von jedem Arbeitgeber akzeptiert?
Das lässt sich nicht allgemein zusagen. Fragen Sie nach, wenn Ihr Arbeitgeber einen bestimmten Aussteller oder ein bestimmtes Prüfungsverfahren verlangt.
Kann ich mit meinem Zertifikat zu einem anderen Anbieter wechseln?
Das entscheidet der aufnehmende Anbieter anhand seiner Zulassungsregeln. Beim Campus-Aufbau betrachten wir Zertifikat, Kursinhalte und Projekterfahrung gemeinsam.
Green Belt
Sie lernen, eigene Projekte zur Prozessoptimierung systematisch zu bearbeiten: Prozesse analysieren, Daten einordnen und begründete Lösungen entwickeln.
Fußnoten und Quellen
Verlinkte Primärquellen, geprüft am 17.10.2026. Methodische Empfehlungen und eigene Einordnungen stammen aus der Campus-Redaktion. Fiktive Beispiele und Rechenannahmen sind im Text gekennzeichnet; Anbieterangaben können sich ändern.